Dank und Appell zugleich beim Abschied der Gemeindereferentin

von Carola Huber

Am letzten Tag ihres aktiven Berufslebens wurde Maria Schoeber im Rahmen des Vorabendgottesdienstes in Stammham verabschiedet. Viele Dankesworte, aber auch eindringliche Appelle prägten die kleine Feier..

Schon bei seiner Predigt würdigte Pfarrer Meister die segensreiche pastorale Unterstützung durch die Papst-Gemeindereferentin, wie er sie humorvoll nannte. Umso mehr bedauerte er, dass die Stelle mangels Bewerber nicht nachbesetzt werden kann. Er beschrieb das interessante Berufsbild der Religionspädagogik, kirchlichen Bildungsarbeit und Gemeindeseelsorge und warb für diesen Studiengang.

Nach dem Gottesdienst überreichte unser Pfarrer einen Blumenstrauß und stellte fest, dass seine rechte Hand ihren Traumberuf 31 Jahre lang gelebt hat, mit viel Erfahrung, Loyalität, Fleiß, Sorgfalt und Empathie.

Anna Mayer überreichte ein Geschenk der Ministranten.

 

 

Für den Pfarrgemeinderat sprach Adele Pranzl. Sie beschrieb die Maria Schoeber, die den Stammhamern als erste Frau, die in der Kirche etwas zu sagen hatte, anfangs fremd war; die den Pfarrangehörigen in den 19 Jahren vertraut wurde und die sie sehr vermissen werden.

Ein Schwerpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit war für Maria Schoeber die Gewinnung von Ehrenamtlichen. Und so
wurden die Anwesenden ganz in ihrem Sinne gebeten, ihre Zeit und Fähigkeiten für die Pfarrei einzubringen, damit zumindest ein Teil ihrer Aufgaben weitergeführt werden kann.

Beatrix Kowatsch überreichte neben einemkulinarischen Gutschein ein Fotobuch, in dem Stammhamer Wegbegleiter Rezepte für einen wunderbaren (Un)ruhestand hinterlegt haben.

 

 

Das letzte Wort hatte die Geehrte. Sie verglich ihr berufliches Wirken mit dem Gleichnis vom Sämann. Zum Wachsen der Saat brauche es Sonnen- und Regentage, einen guten Boden und ein günstiges Klima. Es habe viele Sonnentage voller Schaffenskraft und Begeisterung gegeben, aber auch einige Regentage mit Frust und Tränen. Sie habe einen Platz in der Mitte der Pfarrei gefunden und in einem guten Betriebsklima arbeiten können. Sie könne nur hoffen und vertrauen, dass am Ende die gelegte Saat Frucht bringt und Gottes Liebe in den Herzen der Menschen wächst und reift.

Mit einem Vergelt`s Gott an alle und einem Pfiat Gott endete die bewegende Abschiedsrede.

 

 

Passender als mit dem irischen Segenslied "Möge der Weg uns zusammenführen" hätte die Verabschiedung in der Kirche nicht enden können.

 

 

Text und Fotos: Adele Pranzl

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